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Geschichten aus dem Verein |
Nicht nur große Flugzeuge werden
alt!
Unser erster Großsegler der “Neuzeit”
wurde zum echten Vereinsmodell.
In den 70er
Jahren war die H 401 Kestrel von Glasflügel eines der schönsten
Kunststoff-Segelflugzeuge am „westlichen“ Himmel. In der DDR eher unbekannt,
aber Anreiz genug für uns, ein Modell im Maßstab 1:4 mit 4,25 Metern Spannweite
zu bauen.
- Die
Erbauer unseres drei-achs-gesteuerten Segelflugmodells im Jahre 1975 waren
Andreas Reiter, Erich Wenisch, Rolf Kießig, Gerd Waage und Steffen
Apel.
- Die
Flugleistung des formschönen Modells besonders beim Langsamflug war anfangs
eher bescheiden. Vermutlich war die Profilauswahl nicht so glücklich
gewählt.
- 1977
beschlossen Rolf Kießig und Erich Wenisch den Aufbau einer 2. Tragfläche in
Geodetik-Bauweise aus Balsaholz, beplankt, Spannweite 3,70m. Mit dieser
Tragfläche war es möglich, extrem langsam zu fliegen.
- Von 1978
bis 1993 führte die H 401 ein Mauerblümchendasein. Keiner traute sich an den
großen Vogel ran. Die damals übliche Hochstarttechnik mit Seil und mehreren
Umlenkrollen war sehr mühsam und erforderte neben dem Piloten 2-3 Helfer.
- Erst 1993
nahmen Andreas Reiter, Erich Wenisch, Rolf Kießig den 1. Umbau als
Elektro-Motorsegler in Angriff. (Bild vom Fluggelände in Gerbisdorf)
- Im Winter
1996/97 erfolgte der 2. Umbau auf moderne Fernsteuerung mit Flächenservos
und Schleppkupplung für F-Schlepp durch Rolf Kießig, Gustl Franke und Peter
Westphal.
- 1998
gelangen uns erste Starts mit unserer Hochstartwinde mit Verbrennungsmotor
sowie ein 2-1/2 Stunden Dauerflug von Andreas Reiter u. Peter Westphal in
den Südtiroler Dolomiten. Diesmal allerdings mit den „kleinen“ Tragflächen.
- Im
Spätsommer 1999 führte Materialermüdung der Flächenverbindung zum Absturz
aus ca. 400 m Höhe. Ganz offensichtlich war die Konstruktion der Leistung
einer modernen Hochstartwinde nicht gewachsen. Wer hätte auch 1975 geahnt,
dass es einmal Hochstartwinden mit 1,5 PS Motorleistung und mehr geben wird?
- Unsere
Hochstartwinde ist ebenfalls ein Eigenbau von Andreas Reiter. Sie wird von
einem ausrangierten Motor einer Kettensäge angetrieben.
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Technische Daten: |
Original |
Modell |
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Muster: |
H 401 Kestrel |
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Hersteller: |
Hänle Glasflügel |
Modellsportgruppe MAB Schkeuditz |
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Baujahr: |
um 1968 |
1975 |
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Bauweise: |
GFK |
GFK-Rumpf, Tragfläche und
Leitwerk in Holm-Rippenbauweise |
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Abmessungen
und Gewichte: |
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Spannweite: |
17,00 m |
4,25 m |
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Länge: |
6,72 m |
1,68 m |
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Fluggewicht: |
400 kg |
3,70 kg |
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Steuerung: |
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Höhe, Seite, Querruder; später
diverse Mischfunktionen, Querruder als Landhilfe und Schleppkupplung |
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Maßstab: |
1:1 |
1:4 |
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